01 Jun 2015

Anatomie und Physiologie der Ejakulation

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Erektion, Ejakulation, Orgasmus und vegetatives Nervensystem (VNS):

Das vegetative Nervensystem ist zuständig für die Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts und lebenswichtige Funktionen wie Herzschlag, Atmung, Stoffwechsel und versorgt auch die Sexualorgane.

Der Parasympathikus ist eine Komponente des VNS und versorgt die unwillkürliche Steuerung des Blutkreislaufs. Er ist der „Ruhenerv“, und dient der Erholung, Aufbau und Regeneration. Die Erektion wird durch das parasympathische Nervensystem gesteuert. D.h. Die „Entspannung“ ermöglicht das Einströmen von Blut in den Beckenboden und dann in den Penis. Das führt zur Versteifung des Penis.

Die  gegenteilige Funktion hat der Sympathikus: Bei Stress und Belastung sorgt er für eine Leistungssteigerung. Die Ejakulation (Samenerguss) und der Orgasmus werden durch das sympathische Nervensystem gesteuert. Damit es zur Ejakulation und zum Orgasmus kommen kann, ist  also Spannung notwendig. Erst wenn ein ausreichendes Niveau an Spannung erreicht ist, wird der Orgasmusreflex (Point-of-no-return) ausgelöst.

Beide (Parasympathikus und Sympthikus, also Entspannung und Anspannung auch der Beckenbodenmuskulatur) ergänzen sich als Gegenspieler und ermöglichen eine sehr feine Steuerung des Organismus und der Sexualfunktionen.

Erektion, Ejakulation, Orgasmus und Beckenbodenmuskulatur:

Das Gehirn sendet erregende oder hemmende Impulse über das Nervensystem bis zum Beckenboden und zum Penis, und umgekehrt werden „Informationen“ aus diesem Bereich (Penis und Beckenboden) zurück zum Gehirn geschickt.

Männer, die eine „gute“ Erektion haben bzw. die Ejakulation gut kontrollieren können, haben eine, nennen wir es, optimale Spannung in der der Beckenbodenmuskulatur. Sie können gut mit Anspannung und Entspannung „spielen“. Bei Männern, die eine sehr hohe Spannung im Becken haben, kann es entweder nicht zur ausreichenden Durchblutung (keine Versteifung des Penis) kommen oder sie kommen zu früh. Da das Becken von Vorne herein unter sehr hoher Spannung steht, reicht bereits eine leichte Erregung, um den „Topf“ zum Überkochen zu bringen. Das Nervensystem meldet dem Gehirn: „ALARM! Höchstspannung erreicht. Spritzen!“

(s. Vorzeitiger Samenerguss und Erektionsstörungen)

 

 

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