01 Jun 2015

Erektionsstörungen // erektile Dysfunktionen // Impotenz – Definition:

Das andauernde, zeitweise oder situative Unvermögen eine funktionale Erektion (Volumen und Versteifung) zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Gemeinsamer Nenner verschiedener Situationen von ED ist die fragile Basis in der Erregungsfunktion.

Das Erleben

Sex wird zum Stressfaktor, die Annäherungsversuche der Partnerin/des Partners werden schon fast als Bedrohung erlebt, sexuelle Begegnungen werden gemieden, weil sich die Gedanken um die Fragen drehen: Wird es klappen oder wird er wieder schlapp machen? Die Erregung wird zu Arbeit und Kampf um die Erektion, statt ein lustvolles Erleben zu sein.

Vorkommen

Die Eektionsstörungen kommen in jedem Alter vor, ab dem 40. Lebensjahr nehmen sie jedoch deutlich zu. Bei den 60jährigen sind es 30% und bei den 70jährigen sind 50% der Männer davon betroffen.

Ursachen bzw. Faktoren, die die Entwicklung einer Erektilen Dysfunktion fördern

Bei den unter 40jährigen sind es meistens psychische Faktoren (Versagensängste, Leistungsdruck, Unsicherheit verbunden mit einem erhöhten Tonus des Sympathikus und erhöhter Adrenalinausschüttung), die die Erektile Dysfunktion verursachen. Im Alter kommen organische Ursachen dazu.

Ein entscheidender Einflussfaktor für das Erleben der Sexualität bzw. für das Entstehen von Erektionsstörungen ist die Art des Erregungsmodus (d.h. wie ein Mann gelernt hat, seine Erregung zu halten und zum Orgasmus zu steigern). Typisch für Männer mit erektiler Dysfunktion ist ein Erregungsmodus mit:

  • hoher muskulärer Anspannung im Beckenbereich, aber auch im ganzen Körper
  • flacher und eingeengter Atmung
  • Fokus der Wahrnehmung (nur) auf den Penis

Die gute Nachricht ist, dass die Erregungsmodi angelernt sind, und mit etwas Geduld und Üben umgelernt werden können.
Zusätzlich können sich auch folgende Faktoren verschlimmernd auf die Entstehung von erektiler Dysfunktion auswirken:

  • belastende Lebensereignisse
  • psychische Konflikte
  • Beziehungsprobleme
  • Krankheiten
  • Medikamente
  • Versagensängste

Therapie von Erektionsstörungen:

Viele Männer funktionieren lange Jahre im „Autopilot“: die Erektion stellt sich ohne viel zu tun fast automatisch ein. Sie funktionieren, ohne sich Gedanken über ihre Sexualität machen zu wollen und ohne es zu müssen.
Erektionsstörungen bei über 40jährigen können erste Anzeichen für Gefäßerkrankungen mit drohendem Herzinfarkt oder Schlaganfall sein. Deshalb ist eine umgehende medizinische Abklärung dringend angesagt.
Jedoch sind bei 30-40 % der Männer mit Erektionsstörungen keine organischen Ursachen vorhanden.

 Meine Arbeitsweise:

Ich kombiniere verschiedene Methoden und Ansätze, insbesondere die systemische Sexualtherapie und das Sexocorporel, die sich wunderbar und sinnvoll ergänzen.
Das sexuelle Erleben ist Ausdruck vom Denken, Fühlen und der Körperlichkeit einer Person. Damit Sie die Sexualität (wieder) als Genuss und nicht als Bedrohung oder Stress erleben, werden wir uns mit den unterschiedlichen Komponenten Ihrer Sexualität beschäftigen: mit Ihren kognitiven, persönlichen, physiologischen und Beziehungskompotenten.
Die Therapie verläuft als eine Art „Gespräch“. Ich werde Ihnen auch für Sie passende Übungen zeigen, die Sie zu Hause regelmäßig machen sollten (z.B. zur Körperhaltung, Gang, Bewegungen, Atmung, Anspannung und Entspannung).

Was ich nicht mache:

  • ich verschreibe keine Medikamente
  • es gibt in der Praxis keine Berührungen, keine Massagen, kein Ausziehen

Was müssen Sie mitbringen:

Die Therapie der erektilen Dysfunktion bzw. Erektionsstörung bedarf Geduld, Motivation und Ihres Einsatzes. Ich unterstütze und begleite Sie, ich leite Sie an, gebe neue Impulse und Anregungen und vermittle Wissen, aber Sie müssen aktiv mitmachen und sich auch zu Hause Zeit zum Üben  nehmen. Rechnen Sie mit mindestens fünf Sitzungen, eher mit 10 bis 15. Eile und Druck sind kontraproduktiv.

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